Home > Publications > Großvenediger – die formvollendete Pyramide
neuer Ordner 572
Die diesjährige Gletschertour des DAV Tittmoning führte auf den Großvenediger . Von Palling aus ging
die Fahrt über Zell am See ,durch den Felbertauerntunnel zum Matreier Tauernhaus . Der Wetterbericht
versprach ab Mittag keinen Regen mehr ,zunächst sah es auch so aus aber eine viertel Stunde nach dem
Start am Tauernhaus zogen wir schon unsere Regenjacken an . Zunächst über einen kleinen Steig Richtung
Innergschlöß den wir aber wegen des immer stärkeren Regen verließen  und auf den Fahrweg wechselten.
Nach Innergschlöß über den Gchlößbach anfangs steil zum unteren Keesboden ,dann bis zur alten Prager
Hütte , die derzeit renoviert und zu einem kleinen Alpin Museum hergerichtet wird. Der letzte Abschnitt
über den Venediger Höhenweg bei einsetzendem Schneefall zur neuen Prager Hütte . Total durchnässt
freuten wir uns über den großen Trockenraum und den warmen Ofen in der Gaststube . Als wir am nächsten
Morgen um fünf Uhr aufstanden war es noch stark Bewölkt und es blies ein sehr kalter Wind . Nach dem
Frühstück schaute es schon besser aus , der Wind ließ nach und die ersten blauen Flecken am Himmel
zeigten sich. Ab der Hütte ging es zuerst absteigend über Blockwerk anschließend aufwärts über mehrere
kleinen Schneefelder zum “Niederen Zaun” ,hier beginnt der Gletscher das Schlatenkees. Da wir vierzehn
Personen waren wurde in drei Gruppen aufgeteilt und angeseilt . Über den mit Neuschnee bedeckten
spaltigen Gletscher zuerst steil dann flacher bei zunehmend schöner werdendem Wetter zum Oberen Keesboden .
Am Kleinvenediger vorbei machte der Himmel leider wieder zu , in Wolken den letzten Teil des Aufstieges,
am Ende über einen schönen  Firngrad zum Gipfelkreuz des 3666 m hohen Großvenedigers .
Nach einer Stunde Abstieg machten die Wolken wieder auf und so hatten wir bei sonnigem Wetter für den
Rest des langen Abstieges noch beindruckende Bilder der Venediger Gruppe mit seinen Gletschern ,
Bächen , Wasserfällen und Gipfeln .
Am Matreier Tauernhaus wurde zum Abschluss noch im Biergarten eingekehrt und man war sich einig ,
das es trotzt stark wechselnden Wetter, oder gerade deshalb , ein schöne und interessante Bergtour war.
Sigi Reuner