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Bergtouren „Rund um das Tappenkar“.


16 Teilnehmer der DAV-Sektion Tittmoning waren unter der Leitung von
Rita Kramhöller von 07. bis 09. Juli in den Radstäder Tauern unterwegs.

Von Kleinarl-Schwabalm führte ein bequemer Weg erst durch lichten Wald, dann in
einigen Serpentinen hinauf zum Tappenkarsee auf 1768 m Seehöhe, einem der
höchstgelegenen und größten Gebirgsseen im ganzen Alpenraum. Zahlreiche Sagen
und Legenden ranken sich um den bis zu 50m tiefen, glasklaren wildromantischen Bergsee.

Unsere Gruppe wanderte am See entlang und nach einem kurzen Anstieg erreichten wir die
Tappenkarseehütte, unserem Stützpunkt für die nächsten Tage.

Der Wetterbericht hatte für den Nachmittag Gewitter angedroht, so belegen wir erst unsere
reservierten Lager. Nach einer kurzen Rast und mit leichtem Rucksack machten wir uns gleich
auf, zum Weißgrubenkopf (2369m).

Wir stiegen ab ins Tappenkar, bevor es auf einem Pfad hinauf ging zur Weißgrubenscharte.
Über felsiges, leicht ausgesetztes Gelände erreichten wir den höchsten Punkt. Es bot sich eine
traumhafte Sicht auf die umliegende Bergwelt.

Ziel des zweiten Tages war der Draugstein(2359m). Nach einem nächtlichen Gewitter machten wir uns bei
strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel auf den Weg. Von der Hütte ging es über blühende
Almwiesen hinauf zum Draugsteintörl. Bevor wir den Gipfelanstieg in Angriff nahmen mussten wir erst
200 Hm absteigen. Inmitten einer prächtigen Almflora zog sich der Steig hinauf zum Filzmoossattel und
auf einem steilen Wiesenrücken an den Gipfelfuß. Durch die schrofendurchsetzte Südwestflanke erreichten
wir den aussichtsreichen Gipfel.
Bei einer ausgiebigen Rast wurden die herrlichen Ausblicke auf das Großarltal, Ankogel. Hochalmspitze
und die Hohen Tauern genossen.
Beim Abstieg lockte uns noch der Abstecher zu den gemütlichen, bäuerlich geführten Draugsteinalmen.
Hier ist die Flora und Fauna besonders schön, da es in diesem Gebiet auf Grund des Kalksteins viele Arten
von Blumen gibt.
Kulinarisch gestärkt nahmen wir wieder den Anstieg zum Draugsteintörl in Angriff. Auf einer aussichtsreichen
Gratwanderung führte der Weg am Kamm entlang zum Karteistörl und hinunter zur Hütte.

Am Abend war es noch recht zünftig. Der Hüttenwirt mit seinen Kindern Alina und Samuel spielten
auf der Diatonischen Ziach noch zackig auf und sorgten so für die rechte Stimmung.

Am nächsten Morgen stand noch die Glingspitze (2433m) auf dem Programm.
Auf einem mäßig ansteigendem Pfad Richtung Süden wanderten die Teilnehmer zum Hasenstein,
dann in steilerem Gelände zur Glingspitze. Zwischenzeitlich aufziehender Nebel verwehrte uns die
Fernsicht am Gipfel und die anspruchsvollere Überschreitung des Riffls. Nach einer kurzen kühlen
Rast machen wir uns an den Abstieg.

Bei einer gemütlichen Einkehr am idyllischen Jägersee gingen drei schöne Bergtage inmitten eines
landschaftlich beeindruckendem Fleckchens Erde zu Ende.

Bericht und Fotos: Rita Kramhöller