Home > Publications > Die Altmühl ein Stückchen sauberer gemacht…
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Fünf schöne Tage verbrachten die Climbären, die Jugendgruppe des DAV Tittmoning, auf der Altmühl. Am Montag trafen sich alle am Tittmoninger Bahnhof, um umweltfreundlich mit der Bahn anzureisen. Nach dreimal Umsteigen und einem heftigen Regenschauer am Münchner Hauptbahnhof kamen alle zehn Teilnehmer mit allen Gepäckstücken in Treuchtlingen an. Zu Fuß ging es durch die Stadt erst noch zum Einkaufen, bevor die Kanus von einem Kanuverleih gebracht wurden. Die Kanus wurde mit allem beladen: Proviant, Zelte, Isomatten, Schlafsäcke, Töpfe, Gaskocher, Kleidung, etc. Als alles seinen Platz gefunden hat, konnte die Reise losgehen. Gleich auf dem ersten Kilometer entdeckten die Climbären so viel Müll, dass alle Feuer und Flamme waren, als jedes Boot einen Müllsack bekam und ein Preis für das Boot mit dem meisten gesammelten Müll versprochen wurde. Und Müll fanden sie ausreichend: vor allem Flaschen, aber auch zwei komplette Fahrräder, fünf Autoreifen, eine leere Geldkasse und Bierkästen. Der Müll wurde immer wieder an Rastplätzen bei Müllsortierplätzen wieder abgeleert, sodass Platz für neuen war. Gegen Abend erreichten sie ihr Ziel Sollnhofen, das bekannt für fossile Ausgrabungen ist. Schnell wurden die Zelte aufgebaut und ein leckeres Essen gekocht. Am nächsten Tag paddelten die Climbären vorbei an der Felsformation „Zwölf Apostel“ und zwei weitere Highlights waren die Bootsrutschen, die mit den Booten durchfahren werden konnten. In Dollnstein deckten sie sich noch für das Abendessen mit Proviant ein, denn am Ziel Breitenfurt gab es keine Einkaufsmöglichkeit. Abends wurde noch das Biertischkraxeln ausprobiert und geübt, bevor alle müde bei einem gigantischen Sternenhimmel in die Zelte verkrochen. Am Mittwoch galt es, die 15 Kilometer nach Eichstätt zu überwinden. Auch hierbei mussten verschiedene Wehre umtragen werden und in einer großen Kurve ging es vorbei an der Festung Willibaldsburg. Gegen Abend ging die Gruppe in die Stadt, um diese zu besichtigen. Die bestellte Pizza wurde an der Altmühl mitten in Eichstätt gegessen und zum „Heimgehen“ gab es für jeden noch ein Eis. Nach einem leckeren Frühstück ging es gemütlich wieder weiter, wobei nach Eichstätt das Müllsammeln gar kein Ende mehr hatte…In Gungolding angekommen hatten die Climbären Glück, denn wider erwarten gab es dort keine Einkaufsmöglichkeit. Dank eines netten „Altmühlindianers“, der hinter dem Zeltplatz seinen Traum verwirklicht und Tipis mit vielen Indianerutensilien aufgestellt hat, mussten sie nicht Hungern sondern konnten ein schönes Lagerfeuer mit Fleisch und Kartoffeln machen. Die letzte Nacht biwakierte ein Teil der Gruppe im Freien am ausgehenden Feuer mit einem beeindruckenden Blick in die Sterne. Am Freitag wurde früh aufgestanden, um die letzte Etappe zügig zu schaffen, denn die vierstündige Heimreise sollte auch noch geschafft werden. Die Morgenstimmung war noch ein neuer, toller Eindruck und alles klappte wie am Schnürchen. Gegen Mittag erreichten sie schon das Ziel Kinding und gegen fünf Uhr ist die Gruppe am Bahnhof in Traunstein wieder angekommen. Die ganzen Tage über haben sie auch viele Tiere und Pflanzen gesehen: Neben unzähligen Enten schöne Libellen, eine Bisamratte, einen Biber und verschiedene Fische. Bei der Abschlussbesprechung im Zug waren sich alle einig, dass es eine super Tour mit einer lustigen Gruppe und herrlichem Wetter war!