Home > Publications > Eine Super-Ferrata und der höchste Pala Gipfel
neuer Ordner 675
Die jährliche Dolomiten Tour des DAV Tittmoning ging dieses mal in die Pala .
Über die Brennerautobahn bis zur Abfahrt Auer , dann durch den schönen Ort Cavalese
und den Übergang Passo Rolle zum Ferienort San Martino di Castrozza . An der Talstation
des Ortes wurde geparkt aber die 1100  m Aufstieg zur Hütte Rif. Rosetta wurde natürlich
schon zu Fuß aufgestiegen. Ein leichter Regen beim Aufstieg ist ja heuer schon normal ,
das Wetter besserte sich schon vor der Hütte bis am Abend ein Gewitter nieder ging.
Am nächsten Morgen , ein traumhafter Sonnenaufgang . Es wurde früh gestartet um einem
eventuellen Gewitter am Nachmittag zuvor zu kommen. Zuerst ein halbstündiger Abstieg ,
dann noch eine halbe Stunde hinauf zum markierten Wandvorbau am Fuß der Croda delle Pala.
Über den mächtigen Schrofenvorbau stiegen wir 200 m höher bis der eigentliche Klettersteig
begann . Jetzt zeigte sich die Klasse der Ferrata “ Bolver Lugli “ , teils versichert dann wieder
frei zu klettern in griffigen Schlerndolomit  nach oben , teilweise nahe der Senkrechten , durch
Verschneidungen über Rinnen und Absätze. Es folgte eine interessant zu kletternden Steilrinne
bis in den oberen Teil der Wand . Die sich allmählich zurücklehnte dann an riesigen Gratzacken
vorbei , die großartige Tiefblicke ermöglichten . Am Ausstieg  eine kurze  Pause dann über eine
Wegspur zur Biwakschachtel “ Fiamme Gialle “ auf 3005m hinauf.
Der Klettersteig reichte den Tittmoninger Bersteigern noch nicht, zuerst hinab zum
Passo del Travignolo  , nun ging es sehr steil auf Geröll zu einer Scharte dann links aufwärts am
Vorgipfel vorbei zu höchsten Gipfel der Pala Gruppe  der “ Cima della Vezanna “ auf 3192 m höhe.
Bei schönsten Bergwetter genossen wir sehr lange das großartige Panorama der Dolomiten.
Von der Schiara im Süden , Civetta , Sorapiss und Antelao im Osten , Marmolada im Norden
und Lagorai im Westen. Bei dieser Aussicht wurde natürlich schon wieder Pläne fürs nächste Jahr
geschmiedet. Im Abstieg ging es noch einmal zur Sache , teilweise Seilversichert sehr steil in den
Graben des “ Cantonials” Dort wieder kurz steil Aufwärts nach einer langen Querung noch einmal
aufwärts bis es dann abwärts zur Hütte ging. Unser zeitiger Aufbruch am Morgen wurde belohnt ,
nach schönstem Bergwetter hagelte es wie aus dem nichts keine fünf Minuten nach unserer Ankunft .
Nach einem gemütlichen Hüttenabend ging es am  nächsten Morgen nach dem Frühstück
noch nach kurzen Aufstieg auf den Cima della Rosetta bevor der lange Abstieg begann.
Die zwölf Bergsteiger des DAV Tittmoning meldeten sich bereits vor der Heimfahrt  wieder fürs nächste
Jahr “Bergsteigen in den Dolomiten” an.
 Sigi Reuner