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Anstatt meiner alljährigen Dolomitentour ging es heuer im letzten September Wochenende mit zehn Teilnehmern ins Karwendel . Start in Absam bei Hall in Tirol , gemütlich ging es begleitet von einem Bach durch den Wald , dann an einem Schuttkar hinauf bis zu den Felsen. Ab jetzt ging es zur Sache ,den Absamer Klettersteig Schwierigkeit von A-C aber 1000 Klettermeter lang aufwärts . Es gab dabei  einige senkrechte Wände und eine Seilbrücke zu überwinden. Die Sonne meinte es fast zu gut mit uns , da es Südwände sind und es sehr warm war wurde die lange Strecke für alle sehr Schweißtreibend. Nach dem Ausstieg des Steiges noch mal eine knappe Stunde bis zur Bettelwurfhütte , da schmeckte das Weißbier und Radler gleich
nochmal so gut . Übernachtung auf der sehr gemütlichen Hütte , am Morgen wurde der angekündigte Nebel  mit lustigen Kartenspiel  überbrückt . Am Mittag wurde gestartet, anfangs noch teilweise im leichten Nebel in Richtung kleiner Bettelwurf ,über Schroffengelände und Felsen ,teilweise gesichert zur Bettelwurfscharte von da aus felsig links zum Gipfel des
kleinen Bettelwurf. Erste Tiefblicke begeisterten die Bergsteiger ,nach kurzer Pause auf dem Anstiegsweg zurück zur Scharte und hinüber zum Einstieg des Klettersteiges des Großen Bettelwurf . Gleich am Anfang eine D Stelle die ohne Schwierigkeiten überwunden wurde dann anhaltend über Wände ,Verschneidungen, Risse und Bänder zum Vorgipfel .Von da an auf und ab kletternd ohne Sicherungen zum Gipfel des Großen Bettelwurf 2726m viert höchster Gipfel im Karwendel . Die Tour zählt zu den schönsten Klettersteigen der Region. Bei Dunkelblauem Himmel strahlte nicht nur die Sonne ,die Aussicht vom Gipfel ist nicht zubeschreiben . Nach einer gemütlichen Gipfelrast ging es über den gesicherten Eisengattergrad Steig zurück zur Hütte . Nach dieser Bergtour wurde am Hüttenabend dementsprechend gefeiert , mit Einlagen wie Tischkraxeln ,platteln ,aufgspuid wurde mit der Ziach  gsunga und tanzt ,da haben die anderen Gäste und die Hüttenwirtsleut gschaud wie lustig mir Bayern Feiern können.
Am nächsten Morgen bedankte sich die Wirtin noch bei uns für den schönen Abend wollte noch ein Foto von uns um es ins Facebook einzupflegen. Bei dieser Gelegenheit noch zu erwähnen, ein Besuch der Bettelwurfhütte lohnt sich auf jeden Fall ,nette Wirtsleut und Personal, sehr schöne und saubere Hütte in einer traumhaften Umgebung. Nach unserem Abschied ging es zur letzten Tour , zuerst ein kurzer Aufstieg anschließend auf einem Höhenweg lange auf und ab ,vorbei an sehr vielen Gämsen zur Speckkarscharte . Nicht zu unterschätzen war der Aufstieg , viel ungesicherte leichte Kletterei zum Gipfel der
Speckkarspitze 2621m. Der lange Abstieg zum Parkplatz 2000 hm wurde unterbrochen im Biergarten des ehemaligen Klosters Maria Magdalena ,bei einer Brotzeit die letzten Blicke auf diese schönen Gipfel die wir bestiegen hatten und der Weg zum Parkplatz endete dieses erlebnisreiche Wochenende.
Sigi Reuner